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Safari und die Big 5 in Südafrika

Good to know about

Kruger Nationalpark, Hluhluwe
und der Addo Elephant Park

In Südafrika steuerten wir 3 Parks an, die alle samt die großen Big 5 beherbergen und sich hervorragend für Safari eignen. Die Big 5, das sind Löwe, Leopard, Büffel, Elefant und Nashorn. Ein gutes Fernglas mitzunehmen kann sich hier echt lohnen. Zwar sind manche Tiere manchmal unweit von der Straße entfernt anzutreffen, aber manchmal benötigt man etwas Hilfe um einen Leoparden aus der Ferne zu erspähen. Anderweitig macht natürlich auch eine Teleobjektiv Sinn, welches man für gute Aufnahmen, sowohl als auch als Beobachtungsmittel verwenden kann. Innerhalb der Parks und somit außerhalb der Camps sollte man im besten Falle das Auto nicht verlassen, außer auf den Rastplätzen. Alles natürlich auf das eigene Risiko bedacht. Es ist ein wahres Erlebnis die Tiere zu spotten und kann richtig aufregend werden.

Die Wildtiere lassen sich auf 2 Möglichkeiten beobachten. Zum einen könnt ihr Selbstfahrertouren unternehmen. Diese haben natürlich den großen Vorteil, dass sie „nichts“, außer die Spritkosten, kosten. Jedoch ist es für den Fahrer etwas unentspannter Tiere zu sichten und sich gleichzeitig auf die Straße zu konzentrieren. Generell gilt hier ein Tempolimit von 50 km/h auf den geteerten Straßen und 40 km/h auf den Schotterpisten.

Die 2. und angenehmere Möglichkeit sind die in und außerhalb der Camps angebotenen, geführten Touren. Von den Safari-Jeeps aus habt ihr eine viel bessere Sicht, wie aus dem Auto, da man viel höher sitzt. Und natürlich ist es viel angenehmer, wenn alle sich ganz auf die Wildtier Beobachtung konzentrieren können und nicht zusätzlich noch Auto fahren müssen. Zudem wissen die Guides natürlich unglaublich viel Interessantes zu den Parks und den beheimateten Tieren. Im Angebot sind meistens der „Morning Drive“, der „Sunset Drive“, der „Night Drive“ und ein „Morning oder Afternoon Walk“. Bei den Drives macht ihr euch am Besten der altbekannten Zwiebelschichten-Technik nützlich – den der Fahrtwind kann ganz schön unangenehm werden.

Der Kruger Nationalpark

Der Hotspot schlechthin, wenn es um Safari und die Big 5 in Südafrika geht. Auch wir kamen nicht drum herum und möchten diese Erfahrungen auch gar nicht missen. Auf fast 20.000 Quadratkilometern kann man hier die Big 5 antreffen.

Übernachten im Park

Unterkünfte, die sich direkt im Nationalpark befinden sollten rechtzeitig gebucht werden. Diese lohnen sich aber in jedem Fall, da der Park einfach so unglaublich riesig ist und es so mühsam werden kann, jeden Tag innerhalb der Gate Öffnungszeiten im und wieder aus dem Camp zu sein. Im Krueger Nationalpark gibt es zwar so einige Camps, aber auch diese sind schnell ausgebucht. Achtung, im Krueger gibt’s kein Wi-Fi falls ihr dieses benötigen solltet. Des Weiteren sollte man die Nationalparkgebühr von 325 Rand nicht vergessen zu berücksichtigen. Diese entsprechen etwa 20 €/Tag. Das kann sich schnell summieren. Eine weitere Möglichkeit wäre hier auch die WildCard, eine Art Pass für so ziemlich alle Nationalparks in Südafrika.

Letaba Rest Camp

Das Letaba Camp liegt relativ zentral innerhalb des Krueger Nationalparks und erhielt den Namen, durch den sich durch das Camp schlängelnde, Letaba River. Die beste Zufahrt erhält man über das Orpen Gate in Phoalaborwa. Der Camping Platz bietet unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten. Von fixen Zelten, über Stellflächen bis hin zu Bungalows und Villen. Die Bungalows sind bestens ausgestattet mit einer kompletten Küchenausstattung inkl. Geschirr. Ansonsten hat das Camp auch eine eigene Tankstelle, einen Shop, Pool, Restaurant etc. vorzuweisen. Allerdings raten wir euch, euch zuvor, als Selbetversorger, einzudecken. Die Preise innerhalb der Shops sind natürlich etwas höher und dort werdet ihr nur eine ganz geringe Auswahl an Lebensmitteln vorfinden.

Berg en Dal Rest Camp

Das Berg en Das Camp wirkte verglichen mit dem Letaba Rest Camp etwas in die Jahre gekommen. Trotz alle dem war es, genauso wie das Letaba Camp, bestens ausgestattet. Vor jedem Bungalow findet ihr außerdem immer eine Grillstelle und Terrasse auf.

GOOD TO KNOW

Malaria

Wer den Kruger Nationalpark besuchen möchte, sollte wissen, dass er zum Malaria Gebiet zählt. Um das Risiko infiziert zu werden, zu verringern gibt es ein paar Vorsorgemaßnahmen, die helfen können.

Verwenden der Malaria Prophylaxe wie z.B. Malerone, die euch von eurem Arzt verschrieben werden kann. Hierbei handelt es sich um Tabletten, die je nach Verpackungsanweisung und ärztlichem Rat eingenommen werden müssen. Bei uns waren es ca. 1–2 Tage vor Beginn und bis zu 7 Tage nach Beendigung der Reise im Malaria Gebiet.

Weiterhin macht die Verwendung eines Anti-Moskito Sprühmittel Sinn. Wir verwendeten NoBite, da es den besten Schutz bat. Vom selben Anbieter gibt es auch ein MIttel mit dem ihr eure Kleidung vorab imprägnieren könnt. Weiterhin hilft vor allem auch ein Moskitonetz in der Nacht (unsere hatten wir vom Tropeninstitut), sowie das Tragen von heller und langer Kleidung.

SAFARI

Geführte Touren

Der „Early Morning“ oder aber auch „Sunrise Drive“
Dauer von 3 Stunden, Beginn zwischen 4 und 5.30 Uhr, je nach Jahreszeit, Kosten: 306 Rand

Der „Morning Walk“ Dauer von 3 Stunden, Beginn zwischen 4.30 und 6 Uhr, je nach Jahreszeit. Hier ist ein kleines Snack Frühstück mit dabei. Empfohlen werden naturfarbene Kleidung. An der Tour darf man erst ab einem Alter von 12 Jahren teilnehmen, Kosten: 545 Rand

Der „Sunset Drive“ Dauer von 3 Stunden, Beginn um 16.30 Uhr, Kosten: 306 Rand

Der „Bush Braai“ Ein Barbecue unter dem afrikanischen Sternenhimmel, Beginn um 17.30 Uhr, Kosten: 687 Rand

Der „Night Drive“
Eignet sich besonders für die Sichtung von Raubkatzen, da diese besonders nachtaktiv sind und tagsüber meist nicht aufzufinden sind, da sie ihr Schläfchen irgendwo im Gebüsch halten, Beginn um 20 Uhr, Kosten: 331 Rand

Der Hluhluwe Park

Der Hluhluwe (ungefähr „Chsluchsluwe“ ausgesprochen) steht vermeintlich zwar im Schatten des Krueger National Park, jedoch ist das keineswegs so. Der älteste Park Afrikas und der 2. älteste Park der Welt ist zwar mit seinen 950 Quadratkilometern deutlich kleiner, jedoch beheimatet er genauso die Big 5 (+ afrikanischer WIldhund, Gepard, Giraffe, Flusspferd) und war wohl unser absolutes Safari-Highlight. Zudem beheimatet er die seltenen vom Aussterben bedrohten Breitmaulnashörner. Außerdem ist er landschaftlich deutlich hügeliger und mit einer reichhaltigeren Vegetation gesegnet. Der Parkeintritt liegt mit ca. 10 € übrigens auch deutlich unter dem des Krugers mit stolzen 20 €.

Da wir außerhalb des Parks übernachteten machten wir über unsere Unterkunft einen geführten Morning Drive. Im Hluhluwe Park ist es wirklich von Vorteil erhöht zu sitzen, durch die Hügel und deutlich grünere und somit buschigere Landschaft. Unser größtes Highlight war mit Sicherheit eine kleine Löwenfamile, bestehend aus einem prächtigen Löwen, 2 Löwinnen und 3 kleinen Löwenbabys. Der Anblick, als eines der kleinen Löwenbabys zu ihrem Daddy lief und auf ihn herauf sprang, war unbezahlbar. Ein wahrer „Lion King“-Moment, den wir sicherlich nie vergessen werden.

Im Park selbst gibt es auch nochmal mehrere Camps in denen man übernachten kann und von dort aus auch Game Drives buchen kann.

Übernachten in der Ubizane Safari Lodge

Unsere Unterkunft, die Ubizane Lodge, lag etwa 10 Kilometer vom „Memorial Gate“ des Hluhluwe Parks entfernt. Die Unterkunft war innerhalb eines eigenen Wild Reserve. Und so konnte man auf dem Weg zum Frühstück auch dem ein oder anderen Impala oder Zebra begegnen. Die Zimmer waren in kleine afrikanisch anmutende Rundhütten unterteilt und hatten einen schönen Ausblick der hügeligen Landschaft. Das Personal war ausgesprochen herzlich und auch das Frühstück und das abendliche Buffet stimmten uns äußerst glücklich.

Der Addo Elephant Park

Der Addo Elephant Park liegt im Verhältnis zum Kruger National Park und Hluhluwe Park viel südlicher, innerhalb des Eastern Cape, in Südafrika. Er liegt unweit von Port Elizabeth entfernt, was ihn zu einem beliebten Ziel werden lässt, da er sich hervorragend mit der Garden Route verbinden lässt. Der Park unterteilt sich in mehrer Teile, wobei derzeit nur die Teile „Addo“ und „Colchester“ viele Wildtiere aufweisen und somit auch die meisten Besucher aufweist. Aktuell beträgt die tägliche Parkgebühr 275 Rand.

Auf seinen eta 1640 Quadratkilometern beherbergt er neben den Big 5 unter anderem auch andere Wildtiere wie den Jakal, zahlreiche Kudos, Warzenschweine, Hyänen sowie viele weitere interessante Tiere. Der Park an sich ist relativ grün und das viele Gebüsch kann es einem nicht ganz so einfach machen die Wildtiere zu entdecken. Jedoch gibt es innerhalb des Parks auch viele offene Stellen und durch die hügelige Landschaft hat man auch die Möglichkeit am ein oder anderen Aussichtspunkt Tiere zu beobachten.

Übernachten im Park

Das Main Rest Camp ist wie die Camps im Kruger auch mit Pool, Tankstelle, Restaurant, Shop ausgestattet und bietet selbstverständlich auch die Möglichkeit geführte Game Drives zu buchen. Unter den Unterkünften gibt es mehrere Möglichkeiten. Von luxuriösen Zelten mit richtigen Betten über „Forest Cabins“, den kleinen afrikanischen Rundhütten bis hin zu Chalets wird hier jeder fündig. Wir hatten ein voll ausgestattetes Chalet (inkl. Küche) und Grillstelle), welches am Hang lag und somit einen wunderbaren Blick von der Terrasse aus bieten konnte. Auch hier gilt, rechtzeitig über San Parks buchen.
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